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Da immer mehr Menschen das Leben im Homeoffice annehmen und mehr Zeit zu Hause verbringen, zeigen die Trends im Möbel-E-Commerce eine starke Nachfrage nach bequemen, funktionalen und ästhetisch ansprechenden Produkten.

Die negativen Auswirkungen der Pandemie auf Einzelhandelsgeschäfte haben Marken wie IKEA, West Elm und Restoration Hardware dazu veranlasst, stärker in ihre Online-Präsenz im E-Commerce zu investieren. Gleichzeitig hat dies das Wachstum von nativen E-Commerce-Marken wie Cozey, Casper und Burrow beschleunigt.

Im Jahr 2022 erzielte die Möbel-E-Commerce-Branche weltweit einen Umsatz von 29 Milliarden Dollar und soll bis 2030 voraussichtlich 41 Milliarden Dollar erreichen. Kund:innen nennen Gründe wie einfache Kaufabwicklung, günstigere Preise und kostenlose Lieferung als häufige Argumente, warum der Online-Kauf attraktiv ist.

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Eine US-Umfrage aus 2022 zeigt die wichtigsten Gründe der Verbraucher:innen für den Online-Kauf von Möbeln: einfache Kaufabwicklung, niedrigere Preise, kostenlose Lieferung und eine größere verfügbare Auswahl.
Eine US-Umfrage aus 2022 zeigt die wichtigsten Gründe der Verbraucher:innen für den Online-Kauf von Möbeln. (Quelle: Statista)

Um einen Vorsprung zu behalten, sollten Sie weiterlesen und diese fünf Möbel-E-Commerce-Trends beachten.

1. Cross-Shopping wird zur Norm

Kund:innen kehren zu ihren vorpandemischen Einkaufsgewohnheiten zurück und vergleichen Angebote, indem sie mehrere Geschäfte besuchen, bevor sie sich für einen Kauf entscheiden.

Im Durchschnitt besuchen Kund:innen auf der Suche nach Möbeln 5,5 Geschäfte, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen – mehr als je zuvor. Das überrascht kaum, da Möbel meist kostspielig sind und Vergleichskäufe nach dem besten Angebot bevorzugt werden.

Diese Vorgehensweise ist auch online zu beobachten. Manche Kund:innen, die ihre Customer Journey im Showroom beginnen, um Produkte auszuprobieren, schließen den Kauf letztlich online ab – ein Zeichen dafür, dass E-Commerce-Marken eine nahtlose Omnichannel-Strategie benötigen, um keine Verkäufe zu verpassen.

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2. Native E-Commerce-Marken setzen auf Spezialnischen

Während bekannte Anbieter wie IKEA ein breites Möbelsortiment abdecken, spezialisieren sich neue Online-Marken zunächst auf ein Produkt, bevor sie ihr Sortiment ausweiten.

Beispielsweise konzentrieren sich Marken wie Casper, Purple und Tuft & Needle zunächst auf Matratzen, bevor sie ihr Angebot auf Artikel wie Kissen, Bettrahmen und mittlerweile sogar Hundebetten erweitern.

Mehr Menschen als je zuvor erwägen den Matratzenkauf im Internet und tätigen ihren Einkauf tatsächlich online.

Das Gleiche gilt auch für andere Möbel wie Sofas. Online-Marken wie Cozey, Nook und Sundays setzen verstärkt auf Online-Werbung, um den Absatz ihrer bequemen und stilvollen Sofas zu steigern. Sundays wirbt insbesondere für das Modell „Movie Night Couch“ auf Social Media-Plattformen wie TikTok, um vor allem die jüngere Zielgruppe zu erreichen, die lieber zu Hause bleibt. Unter allen Altersgruppen tätigt die Generation Z mit 44 % die meisten Online-Möbelkäufe.

Marken, die überzeugend vermitteln, wie sie sich für Umweltschutz einsetzen, werden am meisten profitieren. Verbraucher:innen achten zunehmend auf verwendete Materialien sowie eine klimafreundliche Produktion.

3. Angebot von generalüberholten oder rabattierten Produkten aufgrund von Inflation

Da wir uns in einer Rezession mit sehr hoher Inflation befinden, haben manche Verbraucher:innen nicht mehr die gleiche Kaufkraft wie früher. Eine Möglichkeit, preisbewusste Kund:innen zu gewinnen, ist es, Produkte zu rabattieren und so mehr Käufer:innen anzusprechen. Zwar können dabei die Gewinne schrumpfen, jedoch ist dies eine sinnvolle Strategie, um Kund:innen zu halten und eine starke Bindung aufzubauen.

Marken wie Cozey haben zudem ein Programm für generalüberholte Produkte eingeführt. Für innerhalb von 30 Tagen zurückgeschickte Artikel wird eine Inspektion und Prüfung auf Qualitätsstandards vorgenommen, bevor sie im Bereich für generalüberholte Ware eingestellt werden. Kund:innen erhalten in diesem Bereich 15 % Rabatt auf den Bestellwert bei Kauf generalüberholter Artikel.

Die Programmseite von Cozey legt den Fokus auf Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit mit einem klaren Bild einer Couch, umgeben von Pflanzen.
Die Programmseite von Cozey für generalüberholte Waren betont bezahlbare Preise, Qualität und Nachhaltigkeit.

4. Kunden bevorzugen Naturmaterialien und umweltfreundliche Unternehmen

Die Suchanfragen nach umweltfreundlichen Möbelgeschäften nehmen zu, da die Kunden bewusster und besorgter in Bezug auf Nachhaltigkeit sind als je zuvor. Naturmaterialien wie Bambus, Rattan und Seegras werden immer häufiger verwendet, um das Gefühl von Nähe zur Natur zu fördern.

Für E-Commerce-Marken, die recycelte Materialien wie Altholz oder recycelte Textilien verwenden (siehe: Recommerce), ist dies eine gute Gelegenheit, diese Botschaft deutlich auf den Produktseiten zu kommunizieren.

5. Kontaktloser Handel

Die Menschen möchten und müssen weiterhin Dinge kaufen, von Lebensmitteln bis zu Wohnaccessoires und Haushaltswaren.

Doch mit den Bedenken hinsichtlich Sicherheit und sozialer Distanzierung wollen Konsumenten nicht mehr auf traditionelle Weise einkaufen.

Die Pandemie hat den kontaktlosen Handel massiv beschleunigt und viele Marken – darunter auch solche aus der Möbelbranche – gezwungen, ihr Geschäftsmodell zu ändern. In Kombination mit der bereits bestehenden Entwicklung bei Millennials, die ohnehin schon in diese Richtung tendierten, ist daraus eine regelrechte Bewegung entstanden.

Laut McKinsey Insights haben „Haushalts-Kategorien über alle Länder hinweg im Durchschnitt ein Wachstum der Online-Kundenbasis von über 30 Prozent erreicht.“

Und selbst wenn die Verbraucher nicht online kaufen, tendieren sie zu Läden, die Abholung am Straßenrand anbieten. Auch das ist eine Form des kontaktlosen Handels.

Im Zeitraum vom 1. bis 20. April 2020 stieg die Anzahl der online bestellten und vor Ort abgeholten Bestellungen um über 200 Prozent.

Selbst wenn die Pandemie der Vergangenheit angehört, wird kontaktloser Handel vermutlich ein wichtiger Bestandteil des Einzelhandels bleiben. 

Durch kontaktlose Optionen – wie das Abholen von Möbeln am Straßenrand oder die Lieferung nach Hause – machen sich Konsumenten deutlich weniger Sorgen um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden.

Abschließende Gedanken zu Trends im Möbel-E-Commerce

Wie Sie sehen, werden die wichtigsten Möbel-E-Commerce-Trends 2023 von zwei Faktoren bestimmt:

  • Der Wechsel vom reinen Online-Shopping hin zum Cross-Shopping zwischen stationärem Handel und Online-Angeboten.
  • Steigende Inflation, die die durchschnittlichen Ausgaben beeinflusst.

Wenn Sie einen Möbel-Onlineshop betreiben oder darüber nachdenken, in diesem Bereich aktiv zu werden, sollten Sie diese Trends bei der Ausrichtung Ihres Geschäfts und Ihrer Marketingpläne im Jahr 2023 und darüber hinaus berücksichtigen.

Es steht fest: Mehr Menschen als je zuvor kaufen Möbel online. Es liegt an Ihnen, diesen Branchentrends zu folgen, um das Wachstum Ihrer Verkäufe zu steigern und neue Höhen zu erreichen.

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