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Da der weltweite Online-Umsatz im Einzelhandel im Jahr 2023 voraussichtlich 5,6 Billionen US-Dollar erreichen wird, ist es an der Zeit, einen Blick auf die globalen E-Commerce-Trends zu werfen, um Ihr Unternehmen optimal für den Erfolg zu positionieren. 

Die Corona-Pandemie sorgte 2020 für ein beispielloses Wachstum der E-Commerce-Branche, und der Trend zum digitalen Einkaufen ist ungebrochen. Für 2023 wird geschätzt, dass der Online-Handel für 20,8 % des weltweiten Einzelhandelsumsatzes verantwortlich sein wird. 

Länder wie China und die USA nutzen den E-Commerce zur Geschäftsentwicklung, während Japan, Deutschland und das Vereinigte Königreich ihre Präsenz ausbauen, um E-Commerce als Einnahmequelle zu erschließen.

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Eine Bildschirmaufnahme der E-Commerce-Umsätze nach Ländern im Jahr 2022, mit China an der Spitze mit 1.535 Milliarden $.
Umsätze im E-Commerce nach Ländern im Jahr 2022. (Quelle: Oberlo/Statista)

Angesichts einer drohenden weltweiten Rezession werden die Kunden wohl im kommenden Jahr aufgrund eingeschränkter Budgets weniger ausgeben. Dennoch können sich E-Commerce-Unternehmen für den Erfolg rüsten, indem sie die Bedürfnisse der Kunden in den Fokus stellen und wichtigste globale E-Commerce-Trends verfolgen.

Nur E-Commerce-Webseiten, die flexibel und schlau genug sind, die aktuellen globalen Trends für sich zu nutzen, können in den nächsten Jahren bestehen und wachsen. 

Hier sind sechs heiße globale E-Commerce-Trends, die 2023 die digitale Landschaft prägen werden:

1. Die Dominanz großer Marktplätze

Einer der größten Erfolgsgeschichten 2020 war der ungebremste Aufstieg von Amazon während der Pandemie. Während traditionelle Handelsmarken und stationäre Geschäfte am Rande der Insolvenz standen und auf staatliche Kredite angewiesen waren, setzte der Online-Riese seinen beeindruckenden Wachstumskurs weltweit fort.

Mindestens 50 % der Online-Shopper aus wichtigen Märkten wie Nordamerika und Europa bevorzugen Amazon für ihre Produktsuche. Geht man nach dem Verkaufsvolumen, befindet sich jedoch in China die größten Online-Marktplätze: JD.com, Tmall und Taobao.  

Trotz aller offensichtlichen Schwächen bieten E-Commerce-Plattformen wie Amazon für die Kunden einen überzeugenden Vorteil: die Bequemlichkeit.

Unternehmen, insbesondere kleinere, die eine nachhaltige Online-Präsenz anstreben, stehen vor einer großen Herausforderung, wenn sie mit E-Commerce-Riesen wie Amazon und Walmart konkurrieren müssen.

So profitieren Sie davon

Wenn Sie nicht über Millionenbeträge für digitales Marketing und Shop-Werbung verfügen, dürfen Sie sich den Zustrom auf Plattformen wie Amazon nicht entgehen lassen. Entscheidend ist jedoch, sich nicht ausschließlich auf diese Marktplätze zu verlassen – entwickeln Sie Ihre eigene Website/Ihren eigenen Shop parallel dazu weiter.

Plattformen wie Amazon sind hervorragend für Markenbekanntheit, Kundenfeedback zu Ihren Produkten und Online-Verkäufe geeignet. Doch vergessen Sie nicht, auch Ihre eigene E-Commerce-Marke zu pflegen. Bitten Sie Besucher, sich für den Newsletter Ihrer Website anzumelden oder Ihren Social-Media-Kanälen zu folgen, damit sie sich als Teil Ihrer Community fühlen. Die Kontrolle über die eigenen Kundendaten ermöglicht es Ihnen, das Kaufverhalten effektiver vorherzusagen und zu skalieren. Außerdem haben Sie so die Möglichkeit, datengesteuerte, personalisierte Erlebnisse zu schaffen.

2. Die Bedeutung personalisierter Erlebnisse

Abgesehen vom Preis suchen moderne Online-Kunden nach "Einkaufserlebnissen", die auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Es gibt viele Möglichkeiten, dies 2023 zu erreichen, die alle auf Kundendaten sowie einer unabhängigen Plattform basieren.

Mit ihren einheitlichen, standardisierten Shopseiten sind Marktplätze wie Amazon und Walmart in dieser Hinsicht oft im Nachteil. Heutzutage wünschen sich Käufer mehr "menschliche" Nähe – beispielsweise clevere Produktempfehlungen auf Basis der Kaufhistorie, die eine individuelle Beziehung zwischen Marke und Kunde signalisieren.

Eine solche Sonderbehandlung hat tatsächlich spürbare Auswirkungen auf das Geschäft. Ein Bericht von Forbes Insights ergab, dass etwa 77 % der Führungskräfte einen positiven Einfluss auf den Umsatz durch verstärkte Personalisierung verzeichneten. Rund 58 % der Unternehmen setzen auf Personalisierungsstrategien, um die Kundenbindung zu fördern.

Diese Art von Sonderbehandlung hat tatsächlich einen echten Einfluss auf das Geschäft. Die meisten Online-Händler verzeichneten mit solchen Taktiken einen Umsatzanstieg von bis zu 20 %. Im Jahr 2023 wird das noch wichtiger sein – es gibt eine Rekordzahl neuer Online-Käufer, bis zu 10 % mehr als in den Vorjahren. Personalisierung wird eine entscheidende Rolle spielen, um sie in treue Kunden zu verwandeln.

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So profitieren Sie davon

Die Pflege eines Online-Shops mit einer aktuellen CRM-Datenbank über Kundendaten ist der erste Schritt. Nutzen Sie diese Daten mit künstlicher Intelligenz, um personalisierte Vorschläge, Empfehlungen und Erinnerungen für Kunden zu generieren, damit sie ihre Lieblingsartikel nachbestellen. Kontaktieren Sie Ihre Kundschaft per E-Mail, Telefon oder über soziale Medien, um diese Empfehlungen zu übermitteln.

Fügen Sie besondere Funktionen wie interaktive Shop-Seiten und erweiterte Anpassungsoptionen (wenn möglich) für bestimmte Produkte hinzu – Käufer möchten beim Bestellen stärker eingebunden sein. Falls möglich, bieten Sie eine 3D-Produktansicht oder Augmented-Reality-Funktionen für ein verbessertes Kundenerlebnis an.

3. Reibungslosere Online-Shopping-Erlebnisse

Viele Online-Konsumenten griffen bisher immer noch in erheblichem Maße auf Offline-Kanäle zurück, etwa für Lebensmittel, Bekleidung, Medikamente und Heimwerkerprodukte. Die COVID-19-Lockdowns haben das Konsumverhalten jedoch drastisch verändert.

Kunden waren gezwungen, nahezu alles im Internet zu kaufen: Lebensmittel, Kleidung, Elektronik, Gesundheits- und Hygieneprodukte, Fitnessequipment, Möbel, Heimwerkerbedarf, Autozubehör und vieles mehr.

Zugleich sind die Verbraucher ungeduldiger denn je. Möglicherweise durch den Stress des Zuhauseseins erwarten Online-Shopper schnellere Kassiervorgänge, kostenlose Versandoptionen und reibungslosere Online-Shopping-Erfahrungen.

Und diese neuen Einkaufsgewohnheiten werden sich voraussichtlich nach dem Ende der Pandemie und dem Wiedererstarken des Offline-Markts nicht grundlegend ändern. E-Commerce steht für Bequemlichkeit – Umfragen zeigen, dass mehr als 60 % der Befragten planen, bei den Online-Marken zu bleiben, die sie während ihrer Online-Einkäufe in der Pandemie entdeckt haben. Das bietet eine hervorragende Chance, Markentreue aufzubauen und aus Neukäufern Stammkunden zu machen.

So profitieren Sie davon

Die Optimierung des Online-Shopping-Erlebnisses ist entscheidend: Je schneller der Bezahlvorgang, desto besser sind Ihre Kundenbindungswerte.

Bieten Sie Funktionen wie Ein-Klick-Zahlungen, Jetzt kaufen, später bezahlen und binden Sie Zahlungsdienste beliebter Anbieter wie Stripe oder PayPal ein. Diese Bezahlungstrends werden sich langfristig auszahlen.

Erstellen Sie Plattformen für Omnichannel-Commerce, über die Kunden mit jedem beliebigen Gerät – etwa PC, Mobilgerät oder Smart Speaker – online einkaufen können. Tatsache ist, dass mobiles Einkaufen schneller wächst, als man es sich hätte vorstellen können.

4. Die Bedeutung von Social Media Marketing

TikTok, Instagram, Whatsapp, Telegram und Facebook – die Liste beliebter sozialer Netzwerke ist lang. Viele davon setzen mittlerweile stark auf Social E-Commerce. Auch E-Marketer ziehen nach und erweitern ihre Social-Media-Toolkits. 

Meta (ehemals Facebook) konzentriert sich verstärkt auf kleine Unternehmen und stellt dafür auf seinen wichtigsten Plattformen das neue Shops-Feature bereit. Auch TikTok hat sich mit dem E-Commerce-Riesen Shopify zusammengeschlossen, um seinen Nutzern einfachen Zugang zu Online-Shopping zu ermöglichen. Außerdem haben sie TikTok Shops eingeführt, damit Unternehmen und Influencer direkt auf der Plattform verkaufen können.

Ein Screenshot der TikTok Shops
Tiktok Shops ist jetzt für Unternehmen in den USA verfügbar.

Diese Funktion ist jetzt verfügbar für Unternehmen in den USA und anderen ausgewählten Ländern, die ihre Präsenz auf der Video-Sharing-App ausbauen möchten. Es wird erwartet, dass dieses Shopping-Feature in naher Zukunft weltweit eingeführt wird.

Livestream-Shopping ist ein sehr beliebtes Format in China, das auch im Westen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Sowohl Amazon als auch YouTube testen dieses Feature, während große Modemarken wie Levi’s und Tommy Hilfiger bereits Influencer und Prominente einsetzen, um für ihre neuesten Kollektionen Aufmerksamkeit zu schaffen.

Ein Screenshot von Livestream-Shopping auf Amazon Live.
Immer mehr Plattformen implementieren Livestream-Shopping-Funktionen, um innovative und interaktive Einkaufserlebnisse zu ermöglichen. Hier nutzt ein Influencer Amazon Live, um Produkte zu bewerben.

Auch die Online-Umsatzzahlen bestätigen diese Entwicklung. Über 70 % der Online-Käufer gaben an, nützliche Produkte durch Werbung in sozialen Medien gefunden zu haben. Und mindestens 30 % der US-Käufer haben laut Statista ihre Einkäufe direkt über Social Media getätigt.

Wie Sie davon profitieren können

Nutzen Sie Funktionen wie TikTok Shops, um Ihr eigenes Schaufenster auf beliebten Social-Media-Plattformen zu erstellen. Erstellen Sie überzeugende Anzeigen, insbesondere im Kurzvideo-Format, um Ihre Gen-Z-Kunden auf Plattformen wie Instagram, Pinterest und YouTube anzusprechen und so das Wachstum Ihrer künftigen E-Commerce-Umsätze zu fördern.

Beispiel für einen Instagram Shop zu globalen E-Commerce-Trends Screenshot
Instagram gewinnt den Online-Shopping-Wettbewerb auf Social Media.

5. Der stetig zunehmende Fokus auf Nachhaltigkeit

Die neue Verbrauchergeneration bevorzugt tendenziell E-Commerce-Unternehmen und Marken, die sich zu nachhaltigen und ethischen Praktiken verpflichten. Dem Kundenwunsch Rechnung tragend, bemühen sich die meisten Online-Händler, ihre negativen Auswirkungen auf Umwelt und gefährdete Gemeinschaften weltweit zu minimieren.

Diesen Trend gibt es bereits seit rund einem Jahrzehnt, und angesichts der sich verschärfenden Klimakrise wird er so schnell nicht verschwinden.

Wie Sie davon profitieren können

Führen Sie ein Nachhaltigkeitsaudit Ihres Unternehmens durch, insbesondere wenn es auch Offline-Bereiche gibt. Und wenn Sie ausschließlich online verkaufen, werfen Sie einen genauen Blick auf die Produkte, die Sie anbieten: Nutzen sie ethische und nachhaltige Lieferketten? Sind die Produktionsprozesse umweltfreundlich? Kommunizieren Sie Ihre Nachhaltigkeitsbemühungen transparent auf Ihrem Onlineshop, Ihrer Website und in sozialen Medien.

Die Startseite von Rebundle hebt die Nachhaltigkeitsbemühungen bei der Produktentwicklung hervor.

Rebundle leistet großartige Arbeit, indem das Unternehmen seine Haarverlängerungen als pflanzenbasiert und umweltfreundlich bewirbt. Im Gegensatz zu synthetischen Haarverlängerungen besteht die ReGen Hair Fiber aus natürlich gewonnenen Bananenfasern, die zudem mikrobiomfreundlich sind, um Kopfhautreizungen oder Hautprobleme zu vermeiden.

Verwandt: Wie Recommerce den Unterschied für Ihre Marke und Ihre Kunden macht

6. KI-Chatbots als virtuelle Assistenten nutzen

Disruptive Technologien wie KI-Chatbots erobern die Welt im Sturm. Mit dem Aufkommen von Tools wie ChatGPT können Nutzer nun mit künstlichen Intelligenzen sprechen, Fragen stellen oder Befehle erteilen und erhalten dabei beeindruckende Ergebnisse.

ChatGPT kann Nutzer dabei unterstützen, eine Codezeile zu korrigieren oder ein Gedicht zu schreiben und versetzt viele angesichts der Möglichkeiten ins Staunen. Seit seiner Einführung wurde ChatGPT in weniger als einer Woche von über einer Million Nutzern heruntergeladen. Wenn immer mehr Menschen die Plattform nutzen – wer weiß, wie ausgeklügelt das System noch werden kann?

Wie Sie davon profitieren können 

Für Geschäftsinhaber und Unternehmer können KI-Chatbots als virtuelle Assistenten bei vielen Aufgaben unterstützen, sodass sie mehr Zeit haben, sich anderen Bereichen ihres Unternehmens zu widmen. Aufgaben wie das Erstellen von Social-Media-Plänen, die Entwicklung einer 12-monatigen Content-Strategie oder auch die Erstellung einer auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Marketingbudget-Vorlage können alle mithilfe künstlicher Intelligenz erledigt werden.

Die Geschäftswelt versucht immer noch, das Ausmaß der durch die weltweite Coronavirus-Pandemie und die drohende Rezession verursachten Störungen zu bewältigen.

Doch auch wenn es 2023 im Online-Markt Hindernisse geben mag, sind viele der oben genannten weltweiten E-Commerce-Trends langfristig von Bedeutung. Wenn Sie im E-Commerce tätig sind, können Sie es sich einfach nicht mehr leisten, diese zu ignorieren.

Für mehr Einblicke und die neuesten E-Commerce-Updates sollten Sie erwägen, den Newsletter von The Retail Exec zu abonnieren.

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Frances Du

Frances Du ist Content-Managerin und Autorin mit 10 Jahren Erfahrung im E-Commerce und digitalen Marketing. Sie verwandelt Kunden-Insights und Markttrends in umsetzbare Content-Strategien, die Engagement und Diskussion fördern. Frances' redaktionelle Arbeiten erschienen u.a. in The Ecomm Manager, Village Living Magazine, GOOD Magazine, Traveler's Digest, SHE Canada, The Culture-ist und The Huffington Post. Sie hat an der Universität Toronto abgeschlossen.