Klicks zum Warenkorb: Soziale Medien sind heutzutage weit mehr als nur Plattformen zum Teilen von Urlaubsfotos. Sie haben sich zu einem unverzichtbaren Kanal entwickelt, über den E-Commerce-Marken ihre Angebote präsentieren und mit ihren Kunden interagieren können.
Mehr als Likes: Was einst als Plattform für persönliche Neuigkeiten und Foodie-Abenteuer begann, hat sich zu einer mächtigen Marketing-Basis für den E-Commerce entwickelt, die es Marken ermöglicht, direkt mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten.
Community Commerce: Durch die Interaktion auf sozialen Plattformen können E-Commerce-Marken nicht nur Produkte vermarkten, sondern auch eine Gemeinschaft rund um ihre Marke aufbauen und pflegen – für mehr Loyalität und Kundennähe.
Ist Ihre E-Commerce-Marke in den sozialen Medien vertreten? Das sollte sie sein.
Während Plattformen wie Instagram ursprünglich dazu gedacht waren, mit Freunden in Kontakt zu bleiben, indem man Bilder vom letzten Europa-Trip oder einem Teller cacio e pepe #italianfoodlover hochlädt, haben sie sich inzwischen zum nächsten Entwicklungsschritt gewandelt: Social-Media-Marketing und Social Commerce.
Social-Media-Marketing ist für E-Commerce-Marken zu einer Möglichkeit geworden, ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren und gleichzeitig mit ihrer Community aus Followern/Kunden in Kontakt zu treten.
Sie können Markenbekanntheit schaffen und gleichzeitig neue Verkäufe über dieselben Plattformen generieren.
Fast jede Social-Media-Plattform, egal ob Facebook, Pinterest, Instagram oder TikTok, kann Ihre E-Commerce-Website auf das nächste Level bringen. Diese Kanäle in Ihr E-Commerce-Strategie-Playbook einzubauen, ist ein Muss, um erfolgreich zu sein.
Im Durchschnitt verbrachten Nutzer etwa 2 Stunden und 23 Minuten pro Tag in sozialen Medien im Jahr 2023. Das ist mehr als ein Achtel Ihrer wachen Stunden!
Wenn Sie lernen, ihre Aufmerksamkeit durch eine starke Präsenz in sozialen Medien zu gewinnen, kann das die Conversion in Ihrem Onlineshop deutlich steigern.
Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Social-Media-Marketing Ihrer E-Commerce-Marke zugutekommen kann und welche Schritte Sie unternehmen müssen, um zu starten.
Was ist Social Commerce?
Social Commerce geht über das Social-Media-Marketing hinaus, indem E-Commerce-Funktionen direkt in soziale Plattformen integriert werden.
Statt also zu versuchen, den Traffic auf Ihre Produktseiten im Onlineshop zu leiten, können Sie Kunden direkt innerhalb der Social-Media-App den Kauf ermöglichen. Diese Funktion finden Sie aktuell bei:
- Instagram Shopping
- Facebook Shops
- Pinterest Shopping
- TikTok Commerce
Sie können Verkäufe aber auch weiterhin auf Ihrer eigenen Website abwickeln, indem Sie neue Kunden direkt aus dem Social-Shopping-Erlebnis zur Checkout-Seite führen und so den Bestellprozess angenehm einfach gestalten.
Social Commerce ist die natürliche Weiterentwicklung des Social-Media-Marketings, da es das Einkaufserlebnis für Kundinnen und Kunden optimiert, indem die Anzahl an Schritten bis zum Kauf reduziert wird.
Laut Statista wird es bis 2027 fast sechs Milliarden Social-Media-Nutzer geben und Social Commerce wird dann 8,4 % des gesamten US-E-Commerce-Umsatzes ausmachen. Wer sich also auch nur einen kleinen Teil davon sichert, wird große Vorteile für seine Marke erzielen.
Welche sozialen Netzwerke eignen sich am besten für E-Commerce?
Da E-Commerce sehr visuell geprägt ist, eignen sich für E-Commerce vor allem visuell orientierte Plattformen.
Jede Marke hat natürlich ihre eigene Zielgruppe, die bestimmte Plattformen bevorzugt. Fakt ist jedoch: Facebook ist die am wenigsten e-commerce-freundliche Plattform. Für Meta läuft es trotzdem – denn sie haben Instagram gekauft, das dafür perfekt geeignet ist.
Mit diesem Wissen sind die besten Plattformen für E-Commerce:
- TikTok
Niemand kauft über Twitter (oder X, wenn Sie möchten) ein. Wenn Sie eine B2B-Marke sind, könnten Sie vielleicht auf LinkedIn Produkte verkaufen?
6 Vorteile von Social-Media-Marketing für E-Commerce
Abgesehen davon, dass Sie dort präsent sind, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält, bietet Social Media für E-Commerce viele Vorteile.
1. Aufbau von Markenbekanntheit
Soziale Medien sind insbesondere für den Anfang eine hervorragende Möglichkeit, die Markenbekanntheit zu steigern.
Menschen auf Ihre Marke aufmerksam zu machen ist der erste Schritt, um sie in den Marketing-Funnel zu bringen – wecken Sie also deren Interesse!
Wenn Sie regelmäßig in deren Feeds auftauchen, setzen Sie quasi einen Samen im Kopf – „Ah, ja – von der Marke habe ich schon mal gehört.“
Gerade, wenn Sie noch an Ihrem E-Commerce-SEO arbeiten, ist Social-Media-Marketing eine tolle Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen, während Sie eine vertrauenswürdige Community aus Kundinnen und Kunden aufbauen.
In manchen Fällen sind soziale Medien nicht nur ein weiterer Berührungspunkt für potenzielle Kunden. Sie sind der erste Kontaktpunkt.
Ein ausgearbeiteter Social-Media-Auftritt kann also sehr viel bewirken.
Soziale Plattformen wie TikTok, die während der Pandemie enorm an Bedeutung gewonnen haben, sind inzwischen zu echten Verkaufskanälen geworden.
Da immer öfter Menschen sagen, sie hätten ein Produkt gekauft, weil sie es „auf TikTok gesehen“ haben, drängen Unternehmen auf diesen Kanal – in der Hoffnung, dass auch ihr Produkt zum nächsten Hype wird.
Von praktischen Küchenhelfern bis zu Sonnenuntergangslampen für perfekte Golden-Hour-Fotos – alles bekommt gerade einen viralen Hype. Und diejenigen, die nicht mitmachen, spüren das FOMO-Gefühl besonders stark.
2. Es stärkt deine Community
Animieren Sie andere in Ihrem sozialen Netzwerk, Ihrer Community beizutreten, indem Sie die Mission Ihrer Marke teilen. Was ist der Zweck Ihrer Marke?
Menschen lieben es, Teil einer Community zu sein, die ihre Interessen und Werte widerspiegelt.

Zeigen Sie mit einem Marken-Hashtag, was Sie besonders macht. Sportbekleidungsmarken wie Lululemon nutzen ihren Hashtag (#TheSweatLife), um einen gesunden und bewussten Lebensstil zu fördern.
Oder werfen Sie einen Blick auf die inklusive Botschaft des Beauty-Händlers Sephora: "We Belong to Something Beautiful", die die vielfältige Community aus Beauty-Kundinnen und -Team anerkennt.

Das sind großartige Beispiele für Marken, die hervorragend vermitteln, was sie besonders macht – und diese Botschaft an gleichgesinnte Kunden kommunizieren.
3. Du kannst Social Selling nutzen
Ihr Onlineshop läuft möglicherweise bereits, aber Sie sollten auch die Shopping-Funktionen auf Ihren Social-Media-Kanälen aktivieren (sie können ebenfalls Ihre Verkaufskanäle sein!).
Indem Sie Ihren Facebook-Shop einrichten, einkaufbare Tags auf Instagram erstellen (lesen Sie mehr zu "Live Shopping"), oder Ihren Produktkatalog mit Ihrer Pinterest-Seite synchronisieren, schaffen Sie einen weiteren Kontaktpunkt zum Kunden und einen Schritt mehr auf dem Weg zum "In den Warenkorb".
Viele E-Commerce-Plattformen wie Shopify können direkt mit Plattformen wie Meta verbunden werden, um reibungslose Social-Selling-Erlebnisse zu ermöglichen.
4. Effektivere Retargeting-Anzeigen möglich
Social Commerce ist auch ideal, um bestehende Besucher Ihrer Website erneut anzusprechen.
Mit all diesen Informationen können Sie nach detaillierten demografischen Daten und Informationen wie Alter, Standort, Interessen und davorigem Besuchszeitpunkt filtern.
Wenn Sie Ihren Online-Shop mit Ihren Social-Media-Konten verbinden, wird Retargeting mit den Meta-Plattformen Instagram und Facebook extrem einfach.
Sobald Sie eine Followerschaft aufgebaut haben, können Sie auch gezielt Personen erneut ansprechen, die Ihre Beiträge geliked oder gespeichert haben, und mit verschiedenen Anzeigensegmenten experimentieren.
Diese Arten von Anzeigen sind besonders wirkungsvoll, da die Besucher bereits Kaufinteresse mitbringen und die Wahrscheinlichkeit einer Conversion höher ist als bei klassischen Anzeigen.
5. Zeigt, dass Sie präsent sind
Heutzutage ist es fast schon ungewohnt, wenn eine Marke nicht auf Social Media aktiv ist.
Das heißt nicht, dass Sie auf allen Kanälen vertreten sein müssen (dazu später mehr), aber eine Online-Präsenz und ein wertvoller digitaler Fußabdruck können die Glaubwürdigkeit Ihrer Marke in Zeiten von Online-Betrug und Phishing-Skandalen stärken.
Kunden fühlen sich sicherer, wenn sie wissen, dass sie weitere Informationen zur Marke finden können.
Und als Marken-Vertreter können Sie direkt nachvollziehen, wie Ihre Kunden auf Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung reagieren – zum Beispiel durch Sentiment-Analyse.
6. Social-Media-Kanäle sind auch Suchmaschinen
Schon gehört? Fast 40 % der Gen Z nutzen lieber Instagram oder TikTok als Suchmaschine statt Google.
Daher ist es wichtiger denn je, dass Ihre Social-Media-Inhalte für SEO optimiert sind, um maximale Sichtbarkeit zu erreichen.
Die junge Generation verlässt sich weniger auf Google Maps, um das angesagte neue Restaurant zu finden, sondern eher auf #FoodTok-Empfehlungen. Wer beobachtet, wie Menschen auf neue Produkte und Trends stoßen, kann auf diese Veränderungen im Suchverhalten der Generationen gezielt reagieren.
Ihre Marketingstrategie auf verschiedene Kanäle zu verteilen, ist entscheidend, um in der sich stetig wandelnden E-Commerce-Welt zu bestehen. Zeit, Ihren TikTok-Shop fit für die breite Masse zu machen!
16 Schritte für eine herausragende Social-Media-E-Commerce-Strategie
Du kannst deine Social-Media-Accounts nicht einfach ohne Planung deiner Social-Media-Strategie zusammenstellen. Die besten Marken haben sich Zeit genommen, um den besten Weg zu finden, sodass ihre Bemühungen nicht durch unnötige Aktivitäten verschwendet wurden.
Gehen wir es also Schritt für Schritt an, damit dein E-Commerce-Social-Media-Auftritt in Topform kommt.
1. Lege deine Ziele für Social Media fest
Bevor du für jeden nur erdenklichen Social-Media-Kanal ein Unternehmensprofil anlegst, solltest du dir zunächst deine Ziele überlegen.
Ich richte mir gerne einige SMART-Ziele ein, die ich auf diesen Plattformen erreichen möchte.
Möchtest du in 6 Monaten 10.000 Follower gewinnen? Schaue dir andere Unternehmen in deiner Nische an, um zu sehen, was möglich ist, und stelle so sicher, dass deine Ziele erreichbar sind.
2. Definiere deine Zielgruppe
Wo hält sich dein idealer Kunde am meisten auf?
Millennials und Babyboomer nutzen Facebook häufiger, während Pinterest vor allem Frauen im Alter von 18 bis 64 Jahren anspricht, die sich für Themen wie Hochzeitsplanung oder Wohnkultur interessieren.
Wenn du Gen Z ansprichst, sind Tiktok und Snapchat die beste Wahl, um deren Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Seine Zielgruppe zu kennen, ist entscheidend, um strategisch sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Es gibt keinen Grund, auf einer Plattform aktiv zu sein, wenn deine Zielgruppe sich dort nicht aufhält.
3. Entwickle Content-Säulen zur Gestaltung deiner Social-Media-Strategie
Nachdem du festgelegt hast, auf welche Social-Media-Kanäle du dich konzentrieren willst, überlege dir, welche Content-Säulen du nutzen möchtest.
Deine Content-Säulen sind drei bis fünf Themen, über die du deine Zielgruppe informieren möchtest. Eine überschaubare Themenliste sorgt dafür, dass du die Themen ausführlich behandeln kannst und als vertrauenswürdige Autorität für die Menschen wahrgenommen wirst, die sich für diese Themen interessieren.
Schauen wir uns kurz die vegane Beauty-Marke Osea an.
Deren Content-Säulen sind Clean Beauty, Nachhaltigkeit, Transparenz und Gesundheit & Wohlbefinden. Somit bezieht sich jeder ihrer Inhalte in irgendeiner Weise auf diese Säulen und sorgt so für eine kohärente Content-Strategie.
Wenn du deine Content-Säulen im Voraus festlegst, kannst du erkennen, welche Themen zur Marke passen und welche zwar interessant sein könnten, aber letztlich nicht zur Marke gehören.
Für Osea passt ein Beitrag über Yoga zu ihrer Säule Gesundheit und Wohlbefinden.

4. Bestimme deine Markenpersönlichkeit
Wie sprichst du deine Zielgruppe an?
Wie ein enger Freund oder im professionellen Ton? Du musst dich nicht wie Duolingo verkleiden, um aufzufallen, aber eine bestimmte Tonalität oder ein wiedererkennbarer Spruch macht die Marke sympathisch und einprägsam.
In manchen Branchen ist ein ernsterer Ton gefragt, während andere sich für eine humorvollere Persönlichkeit eignen.
Nike macht großartige Werbung, aber niemand würde ihnen Wortwitz unterstellen. Daselbe gilt für Tiffany – elegant und anspruchsvoll, aber kein Platz für Albernheiten.
Anders sieht es bei der Dating-App Bumble aus: Sie beherrscht die Kunst, eine Markenstimme zu schaffen, die witzig und sarkastisch, aber zugleich empowernd und aufbauend ist.
Ihr Produkt erlaubt einen anderen Ansatz in Stimme und Tonalität.

Das spiegelt das Nutzererlebnis wider, das man in der App hat, und kommt bei der überwiegend weiblichen Zielgruppe gut an.
Falls du deine Markenpersönlichkeit noch nicht kennst, stelle dir ein paar grundlegende Fragen, um sie herauszufinden:
- Was wünscht sich deine Zielgruppe von einer Marke?
- Was sind unsere Kernwerte und wie übersetzen sie sich in eine Persönlichkeit?
- Wie sollen Kunden sich fühlen, wenn sie mit unserer Marke interagieren?
- Was ist das Besondere an unserer Marke?
- Wie kommunizieren unsere wichtigsten Wettbewerber mit ihren Kunden?
- Wenn unsere Marke eine Person wäre, wie wäre ihre Persönlichkeit?
- Mit welchen Worten oder Ausdrücken möchten wir unsere Marke verbinden? Und welche möchten wir vermeiden?
5. Finden Sie heraus, wonach die Leute suchen
Sobald Sie mit Ihren Inhaltssäulen und -ideen ausgestattet sind, ist es Zeit für einige Optimierungen.
Beginnen Sie damit, Social-Media-Analysetools wie Instagram Insights oder TikTok Analytics zu nutzen, um die Schlüsselwörter und Hashtags zu finden, die das meiste Engagement und die meisten Conversions erzielen.
Engagieren Sie sich mit Trendthemen auf der Explore-Seite von Instagram oder der For You-Seite von TikTok, um selbst eine bessere Chance zu haben, dort zu erscheinen.
Sie können Ihre Keyword-Recherche auch auf Quellen außerhalb von Social Media wie Google Trends und SEO-Tools (z. B. SEMrush und Ahrefs) ausweiten, um einen umfassenderen Eindruck von Suchtrends zu erhalten. Dazu gehört auch die Recherche nach Schlüsselwörtern bei Mitbewerbern.
Fügen Sie bei Ihren Beiträgen einige beliebte, allgemeine Schlüsselwörter und Hashtags hinzu und nutzen Sie zusätzlich solche aus Ihrer Nische, die für Ihr Angebot besonders relevant sind. So sprechen Sie auch Follower an, die sich für Ihre Inhalte interessieren könnten.
Ermutigen Sie Ihre Follower, nutzergenerierte Inhalte (User Generated Content, UGC) mit Ihren Hashtags zu teilen, um das Engagement in Ihrer Community zu steigern.
6. Arbeiten Sie mit Content Creators zusammen
Wenn Sie kein großes Budget für einen Profifotografen haben, arbeiten Sie stattdessen mit einigen lokalen Content Creators zusammen, um eindrucksvolle visuelle Inhalte für Ihre Marke zu erstellen.
Content Creators sind mit der Social-Media-Landschaft bestens vertraut und wissen, wie sie Follower informieren und unterhalten können.
Solche Partnerschaften nutzen die bestehenden Fangemeinden der Creator, die mit Ihrer Zielgruppe vergleichbar sind, wobei das Vertrauen bereits aufgebaut ist.
Sie können in ihren eigenen Kanälen posten, dabei Ihre Marke und Ihre neuen Produkte markieren und Ihnen so zusätzliche Reichweite verschaffen. Zudem können Sie diese nutzergenerierten Inhalte erneut verwenden, um Ihren Feed mit markenkonformen Bildern zu füllen, die Ihrem Stil entsprechen.
Da die Online-Stimmung sich zunehmend von der Verehrung großer Influencer hin zu mehr Wertschätzung für authentische und „echte“ kleine Creator verschiebt, wird UGC zu einer der gefragtesten Social-Marketing-Formen.
7. Optimieren Sie Ihr Profil für Social Commerce
Machen Sie es anderen einfach, Sie auf anderen Seiten und sozialen Plattformen zu finden.
Verwenden Sie Link-in-Bio-Erweiterungen wie Linktree oder Beacons in Ihrem Profil, um andere zu Ihrem Shop, YouTube-Channel oder anderen sozialen Kanälen zu führen.
Fügen Sie einen Call-to-Action in Ihr Profil und Ihre Beiträge ein, damit Follower wissen, dass sie handeln können, um die Interaktion zu verlängern.
Egal, ob Sie möchten, dass sie sich für Ihren Newsletter anmelden oder Ihre Produktseiten besuchen – das Ziel sollte einprägsam sein.
8. Setzen Sie auf bezahlte Strategien
Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, Ihre Social-Commerce-Strategie zu verstärken.
Neben dem Schalten von Anzeigen können Sie auch mit bekannten Content Creators oder Influencern zusammenarbeiten, um Ihr Produkt bewerten zu lassen. Gut gemachtes Influencer-Marketing kann den Umsatz kräftig ankurbeln, wenn es richtig eingesetzt wird.
Durch das Betreiben eines Affiliate-Marketing-Programms können Sie auch kleinere Creator erreichen, die Ihre Produkte für eine kleine Verkaufsprovision bewerben.
Wenn sich bei einer bestimmten bezahlten Strategie ein nachweislicher Return on Investment (ROI) zeigt, generiert Ihr Geld weiteres Geld. Bleiben Sie also bei bezahlten Strategien, sofern Sie nicht gerade vom Geldverdienen abgeneigt sind (oder die Gelegenheit ein Flop ist).
9. Planen Sie voraus und nutzen Sie Planungstools
Mit Marketing-Automatisierungstools wie Hootsuite oder Buffer können Sie Inhalte im Voraus in Batches planen und so viel Zeit sparen.
Es war noch nie einfacher, Inhalte für einen ganzen Monat an einem Tag zu erstellen. Halten Sie Ausschau nach wichtigen Terminen und spaßigen Feiertagen in Ihrer Nische, die Sie für Aktionen und Werbeaktionen nutzen können.
Diese Art der Marketing-Automatisierung ermöglicht es Ihrem einzigen Social-Media-Marketer, auf mehreren Plattformen ein einheitliches Markenerlebnis bereitzustellen, sodass Ihr E-Commerce-Unternehmen im Kopf bleibt, wenn die Leute bereit sind, online einzukaufen.
Craig’s Cookies hat den National Chocolate Chip Cookie Day genutzt, um einen Sale durchzuführen und Online-Bestellungen zu generieren.
Fragen Sie sich: Welche besonderen Tage in Ihrer Branche können Sie für unterhaltsame Aktionen nutzen?

10. Analysieren Sie Ihre Analytics, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht
Sobald dein Inhalt veröffentlicht ist, solltest du nicht einfach den Computer ausschalten und Feierabend machen. Überprüfe deinen Beitrag und analysiere anschließend die Statistiken, um zu sehen, wie er abgeschnitten hat.
Einige Beiträge werden zwangsläufig besser laufen als andere, aber lass dich nicht entmutigen, wenn ein Beitrag nicht die erwartete Performance erzielt.
Diese Erkenntnisse zeigen dir, welche Inhalte bei deinem Publikum am besten ankommen und welche ihr Ziel verfehlen. Auch daraus kannst du etwas lernen.
Denk daran: Manche Beiträge floppen, aber das heißt nicht, dass alles flach fällt. Manchmal folgt auf den größten Flop der größte Erfolg.
11. Sei konsequent beim Posten
Das ist besonders in den sozialen Medien eine der größten Herausforderungen – vor allem bei einem kleinen Team.
Egal, ob du ein paar Mal pro Woche oder mehrmals täglich postest: Stelle sicher, dass genug Kapazitäten vorhanden sind, um diese Kanäle dauerhaft zu bespielen.
Ist das Tempo nicht auf Dauer auszuhalten, droht schnell ein Burnout.
Inaktive Social-Media-Accounts werden vom Algorithmus abgewertet und können langfristig zu einem Engagementverlust führen, den es mit viel Aufwand wieder aufzuholen gilt.
Vergiss nicht: Es gibt jederzeit Milliarden aktive Nutzer online und ihre Feeds sind voll mit anderen Marken, die ebenfalls viel investieren. Lass dich nicht vergessen, weil du versuchst, alles gleichzeitig zu machen (niemand kann Multitasking wirklich gut).
Stelle jemanden ein, der sich ausschließlich darum kümmert. Wenn diese Person gut ist, profitierst du mit steigenden Verkäufen.
12. Finde andere Marken in deiner Nische
Soziale Medien bieten eine tolle Möglichkeit, andere Marken aus deiner Nische zu entdecken und zu netzwerken.
Komme mit Gleichgesinnten aus derselben Branche in Kontakt, um über Trends und Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben.
Das sind nicht deine Wettbewerber – mit denen verwechseln solltest du sie nicht. Sie sind nicht deine Freunde.
Finde Marken, mit denen du nicht direkt konkurrierst, die aber eine ähnliche Zielgruppe haben. Durch den Austausch und sogar gemeinsame Marketingaktionen kannst du neue Follower gewinnen und deinen Umsatz steigern.
Ein hervorragendes Beispiel: Rumpl und Solo Stove. Die Outdoor-Decken von Rumpl zusammen mit den Feuerschalen von Solo Stove ergeben genau jene Outdoor-Szenarien, von denen viele Kunden träumen.
13. Social-Media-Kanäle gegenseitig bewerben
Wenn du auf eine neue Plattform gehst, nutze unbedingt deine bestehenden Kanäle. Hast du zum Beispiel eine Million Follower auf Pinterest, nutze dies als Gelegenheit, deine TikTok-Videos dort zu bewerben.
Mittlerweile priorisieren alle sozialen Netzwerke Video-Formate – das kann deinem Content eine echte Sichtbarkeitssteigerung bringen. Vielleicht landet dein Video ja sogar auf der For You-Seite!
Plattformen wie Pinterest, Instagram und TikTok sind auf visuelle Erlebnisse ausgerichtet und daher perfekte „Social Cross-Pollinators“.
14. Interagiere mit deinen Followern
Vergiss nicht, dir Zeit zu nehmen und mit deinen Followern ins Gespräch zu gehen.
Sie haben vielleicht Fragen zu deiner Marke, beispielsweise woher du deine Materialien beziehst oder ob deine Feigenmarmelade bio ist. Lass sie nicht ohne Antwort!
Tipp: Mache einen wöchentlichen Post oder packe häufig gestellte Fragen in deine Story-Highlights.
Mittlerweile gibt es viele Features, um Social Engagement zu fördern. Zum Beispiel:
- Starte eine Umfrage in Instagram Stories, um besser zu verstehen, welche Farben oder Wünsche bei deinen Kund:innen am beliebtesten sind
- Erstelle einen privaten Chat mit deinen besten Kunden
- Gib deiner Community exklusive Einblicke mit der "Enge Freunde"-Funktion in Instagram Stories
Die Möglichkeiten, deine künftigen Kund:innen online kennenzulernen, sind endlos. Du musst nur ein bisschen kreativ werden.
15. Lass Beschwerden nicht unbeachtet
Nicht jeder wird immer zu 100% mit deinem Produkt zufrieden sein.
Statt negatives Feedback zu ignorieren, solltest du sachlich und professionell darauf eingehen. Troll-Kommentare können wir löschen, aber bei echten Kund:innen sollten wir reagieren und ihnen ein großartiges Erlebnis bieten.
Mit wirklich gutem Kundenservice können aus "lauten" Kritiker:innen die besten Kund:innen werden – und sie geben dir Feedback, das dein gesamtes Einkaufserlebnis verbessert.
16. Überrasche und begeistere immer wieder aufs Neue
Neben schönen Produktbildern wollen die User auf Social Media auch mal etwas anderes sehen, das sie nicht einfach auf deiner Website bekommen.
Interagiere mit ihnen in den IG Stories, etwa mit Umfragen: Lass sie über die nächste Eissorte oder die neue virale Farbe eines Tops abstimmen.
Veranstalte ein Gewinnspiel, mache Werbung für eine Bingo-Karte oder informiere sie über eine Schnitzeljagd, die du in der Innenstadt veranstaltest. Finde Wege, um die Marke zu sein, deren Stories und Beiträge deine Follower wirklich sehen wollen.
4 Beispiele für großartiges Social Media Marketing im E-Commerce
Eine wirklich herausragende Social-Media-Präsenz für deine E-Commerce-Marke aufzubauen, ist nicht leicht perfekt umzusetzen. Es erfordert eine konsistente und überzeugende Markenstimme sowie ein feines Gespür für Social-Media-Trends.
Einige Marken machen das wirklich richtig gut. Lassen wir uns von ein paar Beispielen inspirieren.
Chubbies

Chubbies ist ein perfektes Beispiel dafür, Humor zum Markenkern zu machen. Sie verkaufen Shorts und andere Kleidung für Männer und kennen ihre Zielgruppe sehr genau.
Beardbrand

Männer mit Bart können sehr ernsthaft darin sein, wie sie ihr Gesichtsbehaarung pflegen. Beardbrand versteht das und liefert einen anspruchsvollen Ton mit Bildern von stilvollen Männern mit gepflegten Bärten.
PANGAIA

Die selbst als „Materialwissenschafts“-Bekleidungsmarke bezeichnete PANGAIA legt den Fokus auf Nachhaltigkeit und Komfort. Sie überraschen immer wieder mit neuen und interessanten Methoden für die Herstellung von Kleidung, wie diesem Blazer aus Fruchtfasern.
Ridge

Die „Everyday-Carry“-Mentalität ist ein Lebensstil, und Ridge hat sich zur Leitfigur dieser Bewegung gemacht. Ihre schlichten und durchdachten Geldbörsen, Schlüsselhalter und weiteren Accessoires sind stets elegant und hervorragend fotografiert.
Sei mutig, sei sozial, sei strategisch
Verkaufen über Social Media muss nicht kompliziert sein.
Wenn du dir Zeit nimmst, über deine Ziele und Social-Media-Strategie nachzudenken, kannst du eine einheitliche und ansprechende Seite schaffen, die potenzielle Kundschaft anzieht und für Aufmerksamkeit rund um deine Marke sorgt.
Jede Erwähnung, jedes Tagging und jeder Kommentar ist ein sozialer Beweis und stärkt die Präsenz deiner Marke. Und in einer Zeit knapper Aufmerksamkeitsspannen stechen Mut, Authentizität und ein echter Wiedererkennungswert besonders hervor.
Ganz gleich, in welcher Phase deines Unternehmens du dich befindest, diese Social-Media-Tipps können deine E-Commerce-Marketingstrategie aufs nächste Level bringen.
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