Umsatzbringer: E-Commerce-Websites generieren Einnahmen für Händler.
Früherkennung: Prüfungen erkennen Leistungsprobleme, bevor sie sich verschlimmern.
Verbessertes Einkaufserlebnis: Prüfungen verbessern die Customer Journey durch eine optimierte Benutzererfahrung.
Sichtbarkeit in Suchmaschinen: Prüfungen erhöhen das Ranking in Suchmaschinen, indem Webseitenprobleme behoben werden.
Im E-Commerce sind Websites der Kontaktpunkt zwischen Händlern und Kunden und übernehmen wichtige Funktionen im Marketing, Vertrieb und Datenmanagement.
Ihre Website ist Ihr Umsatztreiber.
Deshalb brauchen Sie regelmäßige E-Commerce Website Audits, um festzustellen, ob Ihr Online-Shop richtig funktioniert oder Verbesserungen notwendig sind. Wenn er nicht richtig funktioniert, kaufen die Kunden nicht.
Audits von E-Commerce Websites erfordern umfassende Kenntnisse über grundlegende Geschäftsprozesse im E-Commerce, Website-Performance, Nutzererfahrung und Infrastruktur.
Händler, die nicht wissen, wie sie vorgehen sollen, können auf die Fachkompetenz von E-Commerce Beratungsunternehmen zurückgreifen, um ihren Online-Shop untersuchen zu lassen und praxisnahe Verbesserungsvorschläge zu erhalten.
In diesem Artikel hebe ich die wichtigsten Vorteile von E-Commerce Website Audits hervor und stelle eine Schritt-für-Schritt-Checkliste bereit, welche Bereiche Experten üblicherweise für mögliche Verbesserungen kennzeichnen.
Was ist ein E-Commerce Website Audit?
Ein E-Commerce Site Audit ist eine detaillierte und umfassende Überprüfung Ihres Online-Shops durch einen externen E-Commerce-Experten.
In der Regel umfassen E-Commerce Website Audits eine Bewertung der Performance, eine Technologieanalyse, Überprüfungen der Benutzererfahrung und Suchmaschinenoptimierung sowie Sicherheitschecks.
Nach Erhebung und Analyse der notwendigen Website-Daten identifiziert das prüfende Unternehmen die Stärken und Schwächen des Shops, weist auf Verbesserungsbereiche hin und entwickelt einen umsetzbaren Maßnahmenplan.
Vorteile von E-Commerce Website Audits
Hier finden Online-Händler eine Übersicht über die Vorteile, die regelmäßige E-Commerce Website Audits mit sich bringen können.
1. Frühzeitige Erkennung von Performance-Problemen
Audits helfen dabei, potenziell kritische technische Probleme zu erkennen und zu beheben, bevor sie Ihrem Geschäft ernsthaft schaden.
Sie decken außerdem aufkommende Leistungsprobleme Ihres Online-Shops auf, von denen Sie vielleicht noch gar nichts wissen, und verhindern so eine Beeinträchtigung des Kundenerlebnisses sowie einen Rückgang der Conversions.
Sie möchten nicht erst abwarten, bis ein Problem auftritt, wie es auch Ihr Arzt sagen würde.
2. Verbesserter Kaufprozess

Händler können die Ergebnisse eines Audits nutzen, um Reibungspunkte in verschiedenen Customer Journeys zu beseitigen und besonders komfortable Einkaufserlebnisse zu schaffen.
Indem Auditoren mit frischem, unvoreingenommenem Blick auf die Nutzererfahrung Ihrer Website schauen, können sie die Elemente identifizieren, die für hohe Absprungraten verantwortlich sind, die zugrunde liegenden Probleme bei langsamen Ladezeiten und Ineffizienzen im Checkout-Prozess aufdecken.
Letztlich wollen wir alle, dass Kunden vom ersten Kontakt bis zur Überlegung und schließlich zum Kauf möglichst schnell und reibungslos geführt werden.
3. Erhöhte Sichtbarkeit in Suchmaschinen
Werden Website-Probleme erkannt und behoben, bevor sie sich negativ auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken, können Online-Shops ihre guten Platzierungen in den Suchergebnissen aufrechterhalten.
E-Commerce SEO Audits sind ein wesentlicher Bestandteil umfassender Website-Audits; sie identifizieren doppelte Inhalte, zu lange Title-Tags, fehlende Produkt-Schemas, schlechte Seitenarchitektur und vieles mehr.
Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können Ihre organischen Traffic-Trends wieder positiv beeinflussen und Ihre zukünftigen Content-Marketing-Aktivitäten unterstützen.
E-Commerce Website Audit Checkliste: 4 zentrale Analysebereiche
Nachdem nun klar ist, wie Site Audits Ihrem Online-Shop helfen können, schauen wir uns die Kernbereiche eines E-Commerce Site Audits an.
1. Technologie und Website-Performance

Ein Technologieaudit hilft dabei, die Website-Elemente zu identifizieren, die gut funktionieren, verbessert werden können oder durch etwas Besseres ersetzt werden sollten.
In der Regel prüfen Experten die Effektivität des bestehenden Technologie-Stacks, Integrationen sowie Backend- und Frontend-Funktionen, um eine Liste notwendiger Upgrades und Änderungen zu erstellen und Empfehlungen zu geben, wie diese in das E-Commerce-Ökosystem passen.
Ein Technologieaudit umfasst typischerweise folgende Komponenten:
- Architektur: Experten können die Architektur einer Website auf weiterhin essenzielle und veraltete Strukturelemente hin überprüfen, bestehende Workarounds abbilden und analysieren sowie mögliche Verbesserungen am Code vorschlagen.
- Website-Geschwindigkeit: Die Seitenladegeschwindigkeit ist eine entscheidende E-Commerce-Kennzahl, die das Suchmaschinenranking, das Kundenerlebnis und die Conversion-Rate einer Website beeinflusst. Laut Deloitte-Studie kann eine Verbesserung der Geschwindigkeit um 0,1 Sekunden dazu führen, dass Einzelhandelskunden fast 10% mehr ausgeben. Daher werden Geschwindigkeitstests durchgeführt, um die Ursachen für langsame Ladezeiten zu identifizieren und Optimierungspotenziale aufzuzeigen – zum Beispiel durch Bildoptimierung oder das Upgraden von Cache-Plugins.
- Last- und Stresstests: Audits zeigen, wie Ihr Onlineshop mit plötzlichen Verkehrsspitzen zurechtkommt, die nach erfolgreichen Marketingkampagnen oder während der Hochsaison auftreten können. Solche Tests ermitteln außerdem, wie viel Traffic Ihre Website bewältigen kann, ohne abzustürzen, und wie sie sich unter extremer Belastung – beispielsweise durch DDoS-Attacken – verhält. Diese Bewertungen helfen, Fehler im Website-Code aufzudecken und zu beheben sowie sich auf unerwartete Umstände vorzubereiten.
2. Webdesign und Nutzererlebnis
Dieser Audit-Typ zielt darauf ab, Designmängel und Benutzeroberflächenprobleme zu erkennen, die dazu führen könnten, dass Kunden Ihren Onlineshop unzufrieden verlassen oder gar keinen Kauf tätigen.
- Mobile Erfahrung: Da Mobile Commerce laut Statista fast zwei Drittel des weltweiten E-Commerce-Umsatzes ausmacht, steht ein ausgezeichnetes mobiles Nutzungserlebnis für Marken im Mittelpunkt. Zusätzlich zu responsiven Storefronts sollten Händler regelmäßig die mobile Version ihres Shops überprüfen, insbesondere nach größeren Änderungen.
- Suche: Da viele Nutzer die Produktsuche vor Ort verwenden, sollten Händler deren Leistung regelmäßig überprüfen. Im Rahmen eines Such-Audits können E-Commerce-Experten Probleme mit Suchalgorithmen und Filtern identifizieren und Empfehlungen geben, wie die Suche schneller und genauer wird.
- Seitennavigation: Spezialisten prüfen, wie leicht sich Benutzer auf einer E-Commerce-Website zurechtfinden und Produkte finden können – anhand von Startseite, Menüs, Breadcrumbs, Kategorien, FAQ und Footer sowie einer Beurteilung der Navigationslogik. Anschließend wird ein Optimierungsplan zur Verbesserung von Navigation und Barrierefreiheit erstellt.
- Checkout: Audit-Experten begutachten den gesamten Checkout-Prozess – vom Warenkorb bis zur abgeschlossenen Bestellung. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Fehlern im Warenkorb-Design, bei Konto-Erstellung und Anmeldung, Gastbestellungen, Zahlungsfreigabe, Datenschutz, Bestellbestätigung und Bedienbarkeit der Formulare. Außerdem können sie Fehlerquellen und Reibungspunkte aufspüren, die während des Checkouts zum Warenkorbabbruch führen.
3. Technisches SEO & On-Page-SEO

Ein E-Commerce-SEO-Audit hilft Händlern dabei, jene Aspekte des Shops zu identifizieren, die das Suchmaschinenranking verschlechtern und die Gewinnung von organischem Traffic und Neukunden beeinträchtigen.
- Defekte Links: Defekte Links beeinträchtigen das SEO-Ranking, erhöhen die Absprungrate und verkürzen die Verweildauer – und am Ende auch die Conversion-Rate. Im E-Commerce entstehen sie häufig, weil Produkte eingestellt oder Bezeichnungen und Kategorien geändert werden und die jeweiligen Produktseiten nicht mehr erreichbar sind. Experten spüren während des Audits inaktive interne und externe Links auf, analysieren Backlinks, beheben 404-Fehler und fehlerhafte Weiterleitungen und adressieren Probleme bei der Suchmaschinenindexierung.
- Bilder: Zwar können Händler hochqualitative Bilder hochladen, um ihre Produkte bestmöglich darzustellen, aber große Bilddateien können die Produktseiten verlangsamen, das Nutzererlebnis verschlechtern und die Absprungraten erhöhen. Bei einem Audit werden zu große Bilder lokalisiert und für eine spätere Optimierung des Seiteninhalts dokumentiert.
- Tags: Suchmaschinen verwenden Meta-Beschreibungen und ALT-Tags von Bildern, um Ihre Website in den Suchergebnissen zu indexieren. Fehlende oder nicht optimierte Tags können sich negativ auf die SERP-Positionen und Interaktionsraten auswirken. Im Rahmen eines Content-Audits können Shop-Betreiber Elemente identifizieren, die tag-Optimierung benötigen, und gezielte Anpassungen vornehmen, damit Suchmaschinen-Crawler ihre Seite besser erfassen.
4. Sicherheit
Analysten für Cybersicherheit prüfen die E-Commerce-Plattform auf Einhaltung zentraler Sicherheitsstandards wie PCI, DSGVO und CCPA.
Im Verlauf eines Security Audits kontrollieren Spezialisten die Gültigkeit von Sicherheitszertifikaten, entdecken Schwachstellen im Code, bewerten existierende Risiken und beraten, wie sich Shop und Kunden besser gegen Cyber-Angriffe und Betrug schützen lassen.
Glücklicherweise sorgen alle besten E-Commerce-Plattformen von Haus aus dafür, dass Shops PCI-konform sind. Doch Regelungen wie die DSGVO und der CCPA erfordern zusätzliches Handeln durch Marken, um mit der aktuellen Gesetzgebung konform zu bleiben.
Wenn es nicht kaputt ist, repariere es nicht – wenn doch, zeigt ein Audit, warum
Bei wachsenden E-Commerce-Websites können verschiedene Probleme auftreten, die den Betrieb der Seite, das Kundenerlebnis und die Umsätze beeinträchtigen.
Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre Websites regelmäßig prüfen lassen, erhalten einen detaillierten Überblick über die Schwachstellen ihrer Seite und können diese rechtzeitig und fachgerecht beheben. So positionieren sie ihren Onlineshop optimal für den Erfolg.
Weitere wichtige Tipps und Einblicke zur Verbesserung der Performance Ihres E-Commerce-Geschäfts finden Sie, wenn Sie noch heute den Newsletter von The Retail Exec abonnieren.
FAQ zu E-Commerce-Website-Audits
Zum Abschluss beantworten wir noch einige finale Fragen, um dieses Thema vollständig abzudecken.
Wie oft sollte man seinen Onlineshop auditieren?
Die optimale Häufigkeit eines Audits hängt von der Größe des Shops ab.
Bei einem kleinen Shop reichen beispielsweise zwei Audits pro Jahr aus. Dagegen braucht ein großer Marktplatz mit häufig hinzugefügten Produkten, vielen Funktionen und komplexen Integrationen mindestens vier Audits jährlich.
Wie kann ein Audit der E-Commerce-Website helfen, die Conversion-Rate zu optimieren?
Betrachten Sie ein Website-Audit als Ihren Conversion-Katalysator. Durch die Analyse jedes Schritts im Verkaufstrichter – vom Auffinden der Produkte bis zum Checkout – werden Hindernisse für Konversionen aufgedeckt.
Vielleicht ist es ein komplizierter Checkout-Prozess oder es gibt zu viele abgebrochene Warenkörbe. Das Audit analysiert solche Probleme und zeigt konkrete Wege auf, Prozesse zu verschlanken, die Navigation zu vereinfachen und Inhalte zu verbessern – alles mit dem Ziel, Browsing in Käufe umzuwandeln.
Welche häufigen SEO-Probleme werden bei Audits von E-Commerce-Websites festgestellt und wie beeinflussen sie den Umsatz?
Im E-Commerce schleichen sich SEO-Probleme wie doppelte Inhalte, schlechte Keyword-Optimierung und unzureichende Meta-Tags oft ein und bleiben unbemerkt – bis das Ranking in den Suchmaschinen leidet.
Ein regelmäßiges Audit deckt solche Fallstricke auf und zeigt, wie sie nicht nur das Ranking Ihrer Seite in den Suchergebnissen (SERPs) mindern, sondern auch potenzielle Kundschaft in die Irre führen und zu Umsatzverlusten führen können. Die zeitnahe Behebung sorgt dafür, dass Ihre Produkte ganz oben in den Suchergebnissen erscheinen und direkt Sichtbarkeit und Verkäufe steigern.
Wie kann ein Website-Audit Möglichkeiten zur Verbesserung der Nutzererfahrung auf einer E-Commerce-Plattform identifizieren?
Ein Website-Audit dient Ihnen als Auge auf das Geschehen und zeigt, was die Kundschaft tatsächlich macht. Durch die Überprüfung von Seitenladezeiten, Navigationsfreundlichkeit und der Bedienbarkeit der Nutzeroberfläche können Bereiche identifiziert werden, die Shopper eventuell frustrieren.
Die Behebung solcher Schwachstellen verwandelt eine mühsame Einkaufstour in einen angenehmen Bummel durch Ihre digitalen Verkaufsregale – das steigert die Zufriedenheit genauso wie die Kundentreue und die Conversion-Rate.
