Der Zweck der verschiedenen Arten von Content-Marketing im E-Commerce ist es, für eine Marke oder ein Unternehmen wertvolle und relevante Inhalte für deren Zielgruppen zu erstellen. Das Ziel ist, Mehrwert zu bieten und Interesse an der Marke oder dem Unternehmen und seinen Produkten oder Dienstleistungen zu wecken.
Im Gegensatz zum traditionellen Marketing, das breitere Zielgruppen beispielsweise durch Printanzeigen, Telefonmarketing, Plakatwerbung und TV-Werbung anspricht, ist Content-Marketing häufig individuell zugeschnitten und auf bestimmte Personen oder Zielgruppen personalisiert.
Für Marken lohnt sich die Investition in Content-Marketing im E-Commerce eindeutig: Es generiert dreimal so viele Leads pro Dollar, der investiert wird, als traditionelles Marketing. Das liegt unter anderem an einer stärkeren Zielgruppensegmentierung, der vermehrten Nutzung digitaler Endgeräte zur Inhaltsnutzung, einer größeren Gleichgültigkeit gegenüber Online-Anzeigen, gesteigertem Einsatz des Internets zur Produkt- und Markenrecherche und vielem mehr.
Verschiedene Arten von Content-Marketing für E-Commerce (sowie Plattformen für E-Commerce-Content-Marketing) ermöglichen es Marketingverantwortlichen, Kunden direkt anzusprechen, Beziehungen aufzubauen und so Wiederholungskäufe sowie Markentreue zu fördern.
Bestandteile des Content-Marketings wie Redaktionskalender, Content Audits und Inbound-Marketing-Taktiken können Marken dabei helfen, mehr Kunden zu gewinnen, bestehende Kunden zu binden und die Markentreue zu steigern.
11 Beste Arten von Content-Marketing für E-Commerce
Ein gutes Verständnis dafür, wie und wann man Content-Marketing oder traditionelles Marketing einsetzt, ist entscheidend, um das Marketingbudget gezielt für bestimmte Maßnahmen einzusetzen. Es gibt unendlich viele Taktiken und Formate im Content-Marketing, in die Sie Ihr Budget investieren oder die Sie zu Ihrer Strategie für Content-Marketing im E-Commerce hinzufügen können – und mit der weiteren Entwicklung von Content-Marketing und digitalen Technologien entstehen ständig neue.
Hier ist unsere Liste der besten Arten von Content-Marketing, die Sie zur Erstellung hochwertiger Inhalte nutzen können.
1. Soziale Medien
Heutzutage kann Marketing nicht mehr ohne Social-Media-Inhalte gedacht werden. Die Zahl der Nutzer sozialer Medien wächst in allen Altersgruppen täglich, auf Plattformen wie LinkedIn, Twitter, Facebook und vielen weiteren. Bei dieser großen Vielfalt an potenziellen Zielgruppen ist es nahezu sicher, dass auch Ihre Zielgruppe dort vertreten ist.
Soziale Medien sind ein großartiger Ort, um eine loyale Community aufzubauen, die Ihre Inhalte teilt und weiterempfiehlt – vorausgesetzt, sie sind wertvoll genug! Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Likes und Shares über die ursprünglich anvisierte Zielgruppe hinausgehen und andere Menschen erreichen, die die Marke bislang nicht kannten. Das steigert die Markenbekanntheit.
Eine weitere Taktik im Social-Media-Marketing ist das Cultivieren und die Zusammenarbeit mit Influencern, damit diese Ihre Marke und Ihre Produkte in eigenen Inhalten weiterempfehlen.
2. Podcasts
Podcasts sind für Hörerinnen und Hörer sehr bequem, weil sie mobil genutzt werden können: Man bleibt unterwegs informiert, etwa beim Autofahren, Spazierengehen oder sogar im Fitnessstudio. Gute Podcasts sind informativ, vielfältig und branchenrelevant oder aktuell.
Mit dem Fokus auf Branchentrends oder aktuelle Ereignisse können Sie Ihr Unternehmen präsentieren, Ihre Expertise hervorheben und Markenbekanntheit schaffen. Der Einstieg ins Podcasting kann aufgrund der nötigen Technik kostenintensiv sein, aber der Aufbau einer loyalen Hörerschaft zahlt sich langfristig aus.
3. Live-Video
Live-Video eignet sich hervorragend, um auf Social-Media-Plattformen Aufmerksamkeit zu erregen. Das kann ein Webinar, eine Unternehmens- oder Produktankündigung, eine Produktvorstellung, ein Q&A, Präsentationen oder das Livestreamen eines Events sein – je nach Ihrer Video-Marketing-Strategie. Es gibt zahlreiche Tools für diese Art von Content-Marketing, darunter Instagram Live, YouTube sowie verschiedene Webinar- und Streaming-Plattformen.
Livestreaming ermöglicht Unternehmen die direkte Verbindung zu Kundinnen und Kunden in Echtzeit. Außerdem bietet es die Möglichkeit, Mitarbeiter, Unternehmensziele und -werte authentisch zu präsentieren, sodass sich Zuschauer auf menschlicher Ebene – und nicht bloß mit einem Unternehmen – identifizieren können.
Livestreams sind oft nicht geskriptet (und falls doch, ist das Skript meist sehr locker gehalten), sodass der Video-Content natürlich und ungezwungen wirkt. Je nach Format können Zuschauer auch durch Fragen oder auf andere Weise mit den Inhalten interagieren.
4. Nutzer-generierte Inhalte (UGC)
Nutzerinnen und Nutzer eines Produkts oder einer Dienstleistung können großartige Quellen für Inhalte und Feedback zu Ihrem Angebot sein, besonders, wenn sie positive Erfahrungen gemacht haben. Es gibt viele Möglichkeiten, nutzergenerierte Inhalte zu sammeln – etwa durch Umfragen und Fragebögen, das Zuhören auf Social Media oder die Einrichtung von Foren und Wissensdatenbanken für Nutzerbeiträge.
Marken können UGC auf vielfältige Weise einsetzen, z.B. indem sie Kundenstimmen auf ihrer Website oder in sozialen Medien veröffentlichen, Nutzungsinhalte in Blogbeiträgen und anderen Website-Inhalten präsentieren und mehr. Mit der Veröffentlichung von nutzergenerierten Inhalten unterstreicht das Unternehmen seine positive Beziehung zu (potenziellen) Kunden und dass deren Feedback wertgeschätzt wird.
5. Visuelle Daten
Visuelle Daten sind eine großartige Möglichkeit, Zielgruppen zu begeistern, und sie helfen dabei, Ihre Marke als Vordenker in Ihrer Branche zu positionieren. Darüber hinaus erleichtern sie es den Lesern, Statistiken, Fakten und Zahlen aufzunehmen und zu verstehen, die sonst mühsam zu lesen wären.
Visuelle Inhalte werden so wichtig, dass sie sich zu einem eigenen Bereich des Marketings entwickeln, bekannt als visuelles Content-Marketing.
Praktisch jedes Content-Element enthält inzwischen visuelle Komponenten, doch visuelle Daten – Diagramme, Grafiken und interaktive Karten – sind besonders gefragt und bieten dem Publikum einen hohen Mehrwert. Erstellen Sie visuelle Inhalte, die anhand von Daten klare und überzeugende Geschichten erzählen, und nutzen Sie diese als Basis für weitere Marketing-Taktiken wie Social Media, Presse, Verkauf von E-Books, Case Studies, Whitepaper und mehr.
6. Blogging
Blogs sind heute allgegenwärtig und werden für alles genutzt, von Ratgebern und der Beantwortung von Fragen bis hin zur Veröffentlichung von origineller und aufschlussreicher Forschung. Blogartikel werden meist vom Marketing-Team erstellt und können durch Gastbeiträge ergänzt werden.
Blogs sind auch ein zentrales Mittel für Unternehmen, um eine SEO-Strategie (Suchmaschinenoptimierung) für Google und andere Suchmaschinen zu realisieren, indem sie Beiträge verfassen, die für bestimmte Keywords ranken, nach denen ihre Zielgruppe sucht.
Frischer, hochwertiger Blog-Content mit relevanten und wertvollen Informationen zieht ein engagiertes Publikum und eine wachsende Kundenbasis an. Wöchentliche oder monatliche Blogbeiträge können im Rahmen einer Brand-Storytelling-Strategie über E-Mail-Marketing, Social-Media-Beiträge und andere Wege beworben werden.
7. Infografiken
Infografiken gehen oft Hand in Hand mit visuellen Daten. Sie nutzen diese Taktik, um mithilfe von Daten, Bildern, Grafiken, Diagrammen und Text eine vollständige Geschichte zu erzählen. Infografiken eignen sich ausgezeichnet als Lead-Magneten und für Lead-Generierungskampagnen.
Sie können Infografiken auch in einzelne Teile aufteilen und diese für Social Media, Blogbeiträge und andere Marketingkampagnen nutzen. Ihre Marke oder Ihr Unternehmen wirkt dadurch glaubwürdiger, seriöser und vertrauenswürdiger.
8. Fallstudien
Fallstudien bieten die Möglichkeit, wertvolle Informationen über Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung in einem detaillierten Kontext zu vermitteln, um Vertrauen zwischen Ihnen und potenziellen Kunden aufzubauen. Interessenten erhalten einen Einblick darin, wie es ist, mit Ihrer Marke zusammenzuarbeiten oder Ihr Produkt beziehungsweise Ihre Dienstleistung zu nutzen, und erfahren von positiven und realen Erfahrungen, die andere Kunden gemacht haben.
Wenn Ihre Fallstudie gut genug ist, ist sie auch eine Möglichkeit, Backlinks für Ihre Website zu erhalten. Außerdem kann sie als Grundlage für künftige Pressemitteilungen dienen.
9. E-Books
Eine weitere bewährte Taktik zur Lead-Generierung sind E-Books. E-Books sind eine Form von ausführlichen Inhalten, die den Lesern wertvolle und relevante Informationen bieten, anstatt ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen.
Sie können potenziellen Kunden Ihr E-Book auf einer Landingpage im Austausch gegen deren E-Mail-Adresse oder eine andere Kontaktinformation anbieten. Oft erfolgt dabei die Aufnahme des potenziellen Kunden in Ihre E-Mail-Liste.
Der Inhalt Ihres E-Books sollte so wertvoll und hochwertig wie möglich sein, damit sich der Kunde gerechtfertigt fühlt, seine Kontaktdaten zu hinterlassen.
10. Checklisten
Checklisten sind eine weitere Taktik, die häufig als Lead-Magnet sowie in Blogbeiträgen verwendet wird. Sie bieten wertvolle Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die den Nutzern helfen, Probleme zu lösen, Vertrauen aufbauen und das Image Ihrer Marke als hilfreich und als Vordenker stärken.
Marken nutzen Checklisten, um neue Zielgruppen zu erreichen, indem sie beispielsweise eine Checkliste als PDF zum Download gegen Kontaktdaten anbieten. Checklisten, die als weniger wertvoll oder leichter zu erstellen gelten, werden vielleicht direkt auf Social Media oder innerhalb eines Blogartikels veröffentlicht.
11. Memes
Memes sind überall – einige sind gut, manche großartig, andere wiederum für Ihre Zielgruppe nicht relevant. Drei Hauptpunkte sollten Sie bei der Verwendung von Memes im Marketing beachten:
- Relevanz für Ihre Zielgruppe
- Timing im Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen und der Social-Media-Landschaft
- Der kulturelle und soziale Kontext in Bezug auf Ihr Publikum
Richtig eingesetzt, können Memes sowohl Ihren Traffic als auch das Engagement steigern und dienen als eine Art Abkürzung, mit der Sie sich in verschiedenste Konversationen einbringen können.
Ein Wort zur Vorsicht: Memes sind oft sehr kulturell spezifisch und beziehen sich häufig auf einen bestimmten Zeitpunkt oder einen bestimmten Moment im Internet. Überlegen Sie also vor dem Posten genau, ob Ihre Zielgruppe über den notwendigen Kontext für das Meme verfügt. Ziehen Sie außerdem aktuelle Ereignisse und Nachrichten in Betracht – verharmlost das Meme vielleicht ernste Themen oder gesellschaftliche Bewegungen? Falls das der Fall ist, verzichten Sie auf die Veröffentlichung.
Fazit
Verschiedene Arten von Content-Marketing im E-Commerce werden sich weiterhin weiterentwickeln, da die Unternehmen immer wettbewerbsfähiger werden und die Gewinnmargen kleiner ausfallen. Neue Marketing-Taktiken werden entstehen, da sich digitale Technologien weiterhin rasant weiterentwickeln.
Marketingteams müssen ihre Content-Marketing-Strategie und Taktiken bewerten, um sich an die sich verändernde Landschaft und die wechselnden Bedürfnisse ihres Publikums anpassen zu können.
Es ist außerdem wichtig, die Marketingmaßnahmen auf die Content-Formate zu konzentrieren, die zu Ihrem Content-Creation-Workflow, Ihren Unternehmenszielen und den Ressourcen, die Ihnen zur Verfügung stehen, passen. Wenn Sie keine hochwertigen Inhalte erstellen, werden Ihre Bemühungen keinen hohen Return on Investment haben. Marketing-Planungssoftware ist eine Möglichkeit, Ihre Taktiken, Strategien und Content-Arten zu organisieren, um den Return on Investment zu maximieren.
Finden Sie Wege, um mit Trends im Digital- und E-Commerce-Content-Marketing Schritt zu halten, und setzen Sie eigene Trends und Standards. Vergessen Sie nicht, unseren Newsletter zu abonnieren.
Sie suchen nach Marketing-Software für Ihr Unternehmen? Lesen Sie: Was ist Marketing-Software? 15 Typen & was sie leisten
